P04 EISENSTRASSE

Wie wird die Eisenstraße zum Publikumsmagneten in Oberösterreich?

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P04 Eisenstraße

Thema: Eisenstraße
Fragestellung: Wie wird die Eisenstraße zum Publikumsmagneten in Oberösterreich?
Zeitraum: März 2018 bis November 2018
Projektträger: Verein Eisenstraße
Hauptmoderation: Ursula Kopp
Region(en): Leader Region Traunviertler-Alpenvorland und Nationalpark Kalkalpen, Steyr
Beteiligte: 44 Personen
Veranstaltungen: 7

Kurzbeschreibung

Ideen zur Neupositionierung der Eisenstraße in Oberösterreich als fester Bestandteil der Natur- und Kulturregion Eisenwurzen.

  • Plakat der Eisenstraßen-Region und seiner Angebote
  • Entwickeln einer „Gemeinsamen Geschichte der Eisenstraße“
  • Eisenstraßen-Kunstprojekt „Goldene Eisenstraße NEU“

Projektbeschreibung

Nach der Landesausstellung 1998 „Land der Hämmer – Heimat Eisenwurzen“ konnte der Verein Eisenstraße nicht mehr an die Erfolge des Landesausstellungsjahres anschließen. Die BesucherInnenzahlen bei den Mitgliedsbetrieben des Vereins gingen zurück, viele Mitgliedschaften wurden beendet, die budgetäre Situation erlaubte keine operativen MitarbeiterInnen und kein eigenes Büro mehr. Die Mitgliedsbetriebe hatten mehr und mehr Probleme den Museumsbetrieb aufrecht zu halten, es fehlt an Nachwuchs und neuen Konzepten für die weitere Nutzung und Erhaltung.
In der gesamten an NOI beteiligten Region gibt es somit 28 Museen, von denen viele ums Überleben kämpfen. Sie werden ehrenamtlich geführt, sind kaum touristisch ausgerichtet und bieten ähnliche Themen an. Der Verein Eisenstraße, die Vereinigung der 28 Museen, war Auftraggeber dieses NOI Prozesses. Sein Ziel war es, die innovative Neupositionierung der Eisenstraße in Oberösterreich als fester Bestandteil der Natur- und Kulturregion Eisenwurzen, um zur Stärkung und Vermittlung der regionalen Identität wieder maßgeblich beitragen zu können.

Mit einem Vorgespräch der Projektverantwortlichen (Katrin Auer, Ursula Kopp (Moderation), Felix Fößleitner, Andreas Kupfer, Viktoria Templ) am 18. Dezember 2017 im Museum Arbeitswelt starteten die Vorbereitungen für den Design Thinking Prozess Eisenstraße. Ausgehend von der Neustrukturierung des Vereinsvorstands, einer durchgeführten Befragung der 28 Mitgliedsmuseen und der Besetzung des Vereinsbüros mit einem Mitarbeiter ab Jänner 2018 wurde in diesem Gespräch eine mögliche Unterstützung von NOI bei der Neupositionierung der Eisenstraße diskutiert. Dabei wurde das gemeinsame Ziel definiert vor allem die KundInnensicht, die Sicht Außenstehender und regionaler AkteurInnen sowie der Jugend zur Eisenstraße im NOI Prozess einzuholen. Wichtig war allen Beteiligten zu diesem Zeitpunkt, dass der NOI Prozess eine Vorleistung auf das Ende 2018 geplante LEADER-Projekt darstellen soll. In zwei weiteren Vorbereitungsgesprächen (25. Jänner und 6. März 2018) wurden das Prozessdesign verfeinert, ein Innovationsteam ausgewählt, mögliche unterstützende ExpertInnen identifiziert und eine Fragestellung für den Prozessstart erarbeitet. Außerdem wurde vereinbart, dass durch das NOI Team (Mag. Viktoria Templ) eine Kundenprofilerhebung durchgeführt wird.

Mit einer Startveranstaltung am 19. März 2018 startete der NOI Prozess offiziell. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Vereins wurden die zahlreichen VertreterInnen der Museen aufgefordert ihre Wünsche an die Zukunft der Eisenstraße zu formulieren und ihre mögliche Mitarbeit am Prozess kundzutun.

Der erste Workshop fand am 4. April 2018 in St. Pankraz in der Nationalparkrast statt. 15 TeilnehmerInnen aus dem Innovationsteam arbeiteten unter der Moderation von DI Ursula Kopp und der Co-Moderation von Mike Schedlberger (Radio B138), Hannah Politor (Holzbaucluster Linz) und Petra Schabhüttl (IFAU Steyr) mit folgenden Methoden an der Fragestellung: T-Shape, Quadrate Übung, Concept Map, Stakeholder Analyse sowie BesucherInneninterviews. Zentrale Ergebnisse dieses Workshops waren, dass die Eisenstraße OÖ als Begriff kaum bis gar nicht (mehr) bekannt ist und vor allem mit Brauchtum/Tradition/Kulturgeschichte aber auch Radwege in Verbindung gebracht wird.

Der zweite Workshop fand am 8. Mai 2018 im Museum Molln statt und war dem Prozessschritt Empathie (Verständnis) gewidmet. Dabei diente das Museum im Dorf als Inspiration für den Ausstauch der persönlichen Bezüge der TeilnehmerInnen zur Eisenstraße sowie für neue Ideen und Gedanken. In drei Gruppen wurde an diesem Nachmittag intensiv an der Entwicklung von sogenannten `Personas´ gearbeitet, den typischen Zielgruppen der Region und deren Bedürfnissen.

Im Bildungshaus Trattenbach fand am 6. Juni 2018 der dritte Workshop statt. Der Fokus bei diesem Workshop lag auf der Ideenfindung (Ideate). Als DT-Methode wurden Brainwriting und die 6-5-3-Methode angewendet und abschließend eine Prioritätenreihung durchgeführt. Für die weitere Bearbeitung ausgewählt wurden 2 Themen: Wie kann die Eisenstraße für BesucherInnen zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Sinne werden? Wie können wir Menschen aus aller Welt “anlocken”, die Eisenstraße zu besuchen?

Am 4. Juli 2018 fand in der Taverne unterm Stein in Großraming der Prototyping-Workshop statt. Nach einer Reflexion und dem Verdichten der Ideensammlungen aus den bereits stattgefundenen Workshops sowie der Entwicklung von weiteren Ideen wurde durch die Teammitglieder beschlossen, in der Projektarbeit den Schwerpunkt auf „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ zu legen. In drei Gruppen wurden aus den verdichteten Ideen Prototypen entwickelt.

Am 12. September 2018 fand der letzte Workshop statt, bei dem mit Unterstützung externer ExpertInnen aus den Bereichen Marketing, Storytelling und Kunstvermittlung an den Prototypen weitergearbeitet wurde. Planmäßig erfolgte Anfang Oktober 2018 eine Übergabe der Prozessergebnisse an den Verein Eisenstraße.

Ergebnisse 

Prototyp 1: Plakat der Eisenstraßen-Region und seiner Angebote

Mit dem Ziel einen Gesamtüberblick über die Standorte sowie die Themen der Museenlandschaft und das Angebot darüberhinaus für die gesamte OÖ-Eisenstraße zu erhalten. Diese Plakate sollen als „Fahrplan“ für die potentiellen BesucherInnen der Eisenstraße in den jeweiligen Museen sowie an den offiziellen Infozentren der Gemeinden zugänglich sein. Damit wird für BesucherInnen erkennbar, dass die gesamte Eisenstraße ein vielfältiges, zusammenhängendes Angebot hat.

Prototyp 2: Entwickeln einer „Gemeinsamen Geschichte der Eisenstraße“

Die einzelnen Bereiche sind in einem Haus mit mehreren Stockwerken abgebildet. Auf spielerische Weise wird den Menschen durch Puzzles, Spiele, Pixi-Büchlein etc., die Geschichte der Eisenstraße erzählt. Das Puzzle oder die Pixi-Büchlein-Serie ist dann voll, wenn alle Stationen/Museen besucht wurden. Dann gibt es eine „Belohnung“ in irgendeiner Form.

Prototyp 3: Eisenstraßen-Kunstprojekt „Goldene Eisenstraße NEU“

Die Menschen aller Eisenstraßen-Gemeinden sind eingeladen, eine Geschichte aus ihrem Leben zu erzählen, die der glückliche Zufall oder eine Fügung bestimmt hat. Die Geschichte soll auch symbolisch durch ein kleines Objekt oder Relikt dargestellt werden. Die Objektrelikte werden 3D gescannt und in kristallklares Kunstharz eingegossen. Daraus wird eine Gemeindeskulptur entstehen. In den 79 Eisenstraße Gemeinden werden so 79 Skulpturen mit den Geschichten von tausenden Eisenstraße Menschen geschaffen. Weiters wird eine 12 Meter hohe Großskulptur entstehen, die das ganze Netzwerk der OÖ-Eisenstraße zeigt und alle Geschichten in sich bewahren wird.

NOI-Projektleitung und die Moderatorin wurde beschlossen, alle drei Prototypen gemeinsam zu einem konkreten Projekt weiter zu entwickeln, mit dem Ziel das Projekt bei passenden Förderstellen für die Umsetzung einzureichen.
Dieser Workshop zur Weiterentwicklung zu eine Gesamtprojekt fand am 23.11.2018 in der Nachhaltigkeitsschmiede in Steinbach/Steyr statt.

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Projektstart
März 2018
Kontakt
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