P07 Nationalpark Kalkalpen

Wie könnte das Weltnaturerbe Buchenwälder erlebbar gemacht werden?

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P07 Nationalpark Kalkalpen

Thema: Weltnaturerbe Buchenwälder
Fragestellung: Wie kann das Weltnaturerbe Buchenwälder im NP Kalkalpen erlebbar gemacht werden?
Zeitraum: Mai 2018 bis September 2018
Projektträger: Nationalpark Kalkalpen
Hauptmoderation: Michael Plasch
Region(en): Leader Region Traunviertler-Alpenvorland und Nationalpark Kalkalpen, Steyr
Beteiligte: 31 Personen
Veranstaltungen: 4

Kurzzusammenfassung

Projektideen für die Vermittlung des Weltnaturerbes im Ennstal: Buchenparadies, Tal der Buchen, Buchenwaldbaden.

  • Buchenparadies mit/ohne Liegestuhl
  • Tal der Buchen
  • Buche Exklusiv
  • Buchenwaldbaden

 

Projektbeschreibung

Mit dem neuen Direktor des Nationalparks Kalkalpen, Hrn. DI Volkhard Maier wurde ein NOI Prozess für eine kundenorientierte Positionierung des Nationalparks im Frühjahr 2018 gestartet. Der erste Workshop fand am 2. Mai 2018 in der Brunnbachschule Großraming statt, als Fragestellung wurde ausgewählt: „Wie kann das Weltnaturerbe Buchenwälder im NP Kalkalpen erlebbar gemacht werden?“. Hintergrund dieser Fragestellung ist mit dem Weltnaturerbe ein USP für die Region aufzubauen und mögliche Produkte zum Thema Naturerlebnisse zu entwickeln. Projektleiter war Dir. DI Volkhard Maier unter und Mag. Regina Buchriegler, das Innovationsteam setzte sich aus Touristikern, Nationalpark-Besuchern, Gastronomen, Naturvermittler und Nationalpark Ranger sowie Biologen zusammen. Der zweite Workshop wurde am 11. Juni 2018 im Museum Arbeitswelt Steyr durchgeführt, der dritte Workshop fand am 16. Juli 2018 in der Natur, auf der Laussabauernalm im Nationalpark-Gebiet statt.

Atmosphärisch wie inhaltlich wurden in diesem Prozess das Weltnaturerbe Buchenwälder als Metapher und Synonym für die Neuorientierung des Nationalparks interpretiert. Die Empathie-Phase mit den Interviews zeigte, dass sich das Themenfeld weiter öffnet und augenscheinlich den Nationalpark generell betrifft. Trotzdem wurde eine Fokussierung auf Buchenwälder als notwendig und sinnvoll erachtet.

Der vierte Workshop fand am 3. September im Nationalparkzentrum Molln statt und wurde in zwei Teilbereiche strukturiert. Gemäß der methodischen Vorgehensweise wurde eine Ideen-Iteration und eine darauf aufbauende Prototypphase durchlaufen. Im zweiten Teil wurden ausgewählte Ideen/Lösungsaspekte in Prototypen umgesetzt und gegenseitig vorgestellt. Der Fokus lag dabei auf die Kreation eines Erlebnisses und auf der kreativen und zugleich aussagekräftigen Darstellung der prototypischen Lösung.

Im Nachgang des vierten Workshops wurde vonseiten der Projektleitung und Moderation ein Termin mit der Projektleitung Nationalpark vereinbart, um bezüglich Weiterentwicklung der Ergebnisse/Prototypen Nationalpark zu entscheiden. Im Gespräch zwischen Projektleitung V. Maier / R. Buchriegler und NOI-Prozessteam/-Moderation (A. Kupfer / M. Plasch) am 24. Oktober 2018 im NP-Zentrum Molln wurde folgende Vorgehensweise vereinbart: Die Projektleitung aufseiten des Nationalparks wird die Prototypen gesondert prüfen und Aspekte, die aus Gründen der Regelungen der „Bewahrungszone“ nicht relevant sind, herausnehmen. In mehreren Gesprächen im Frühjahr 2019 wurden Szenarien für die Umsetzung diskutiert. So werden die Ergebnisse aktuell vom Nationalpark Kalkalpen in ein internationales Projekt „BEECH POWER - World Heritage Beech Forests:emPOWERing and catalyzing an ecosystem-based Sustainable Development“ eingebracht und weiter bearbeitet. Der touristische Teil wird in einem gemeinsamen Projekt mit dem neu gegründeten Tourismusverband Steyr und die Nationalparkregion bearbeitet.

Ergänzend zu dem Design Thinking Prozess wurde von Oktober bis Dezember 2018 der Young Designer Kurs „Into the wild“ mit SchülerInnen einer 7. Klasse der BBS Weyer durchgeführt (https://www.nature-of-innovation.com/projekte/yd_nationalpark_kalkalpen/) Das ModeratorInnenteam besteht aus Petra Schabhüttl, Judith Preinesberger, Luiza Stankiewicz und Marlis Hilber, die Projektleitung liegt bei Angelika Stückler vom NP Kalkalpen. Ausgangspunkt war, dass ein Nationalpark neben dem primären Auftrag des Naturschutzes auch verpflichtet ist, die 3 weiteren Säulen Forschung, Erholung und Bildung in seinen Managementplan umzusetzen. Obwohl der NP Kalkalpen ein umfangreiches Bildungsprogramm anbietet, fällt die Zielgruppe Jugendliche aus dem klassischen NP-Angebot heraus. Im Workshop sollten die SchülerInnen ein für sie attraktives Angebot entwickeln.

Ergebnisse

Prototyp 1: „Buchenparadies mit/ohne Liegestuhl”

Ein zweiteiliges Naturareal – Wildnis- und Erlebnisbereich. Highlights sind in jedem Fall die Aussichtsplattform, Genusswege, die „Tür zur Wildnis“ und die 525-Jahre-Buche zum Bestaunen und Anfassen. Dieser Prototyp spricht sich dafür aus, den Mythos der NP-Buchenwälder emotional und spürbar zu transportieren, offeriert Verpflegung und Verweilung in Schutz-(Hütten) und zeigt Exklusivität und Zurückhaltung durch „Begrenzung der BesucherInnen und Warteliste“.

Prototyp 2: „Tal der Buchen“

Es zeigt sich ein Erlebnisreservoir mit dem Ausgangspunkt Bergerwieshütte im Weißenbachtal – der Eingang ins Tal der Buche mit einem „Rundweg“ und folgenden Stationen:

  • Buchenstation – Ausgangspunkt, Information, …
  • Buchenwissen – Wissensvermittlung, …
  • Buchenbett – Platz für Ruhe, Rast und Einkehr
  • Buchen-Slack – Kunstfaserband zwischen Buchen, Seiltanz in der Buchennatur
  • Buchen-Hängematte – Ruheplatz der anderen Art
  • Buchen-Arm-Messen – Erfassen und Umfassen der ältesten Buchen der Erde
  • Buchen-Spiegel – Baumkronenbeobachtung
  • Buchen-Baumeln – Perspektivenwechsel: mit Flaschenzug in die Buchen-Baumkrone

Der Prototyp zeigt eine breite Palette an Erlebnissen für jedwede Zielgruppe und hat im Grundkonzept auch einige Verbindungen zu Prototyp 1 geschaffen.

Prototyp 3: „Buche-Exklusiv”

Mit dieser prototypischen Lösung steht das „wow“ im Zentrum einer Tour und Erlebnisroute durch das Randgebiet nahe der Weltnaturerbeschutzflächen Buchenwälder. Vom Ausgangspunkt Bergerwieshütte im Weißenbachtal führt im ersten Teil ein barrierefreier Zugang ins Naturareal, verläuft dabei als Rundschleife durch Buchen- und Mischwald – mit einer alten Buche im Zentrum – und bietet in weitere Folge den Zugang in die Wildnis.

Über eine aufgelassene Straße quert man ein Bachbett und folgt einem über Serpentinen führenden (zu reaktivierenden) Steig auf eine Anhöhe. Es bietet sich die Gelegenheit, Totholz, alte Strände sowie unberührte Natur zu bewundern. Das Lösungskonzept verfolgt bewusst die Entschleunigung und das Langsame: Deshalb wird auf einen geschwindigkeitsintensiven Flying-Fox verzichtet und das „Hinunter-/Hinausgleiten“ von der Anhöhe ins Tal zurück mit einem umgebauten Materialtransportlift realisiert. Wesentlicher Aspekt sind die Übernachtungsmöglichkeiten am/nahe am Nationalpark. Dabei wird auf zusätzliche, große Gebäudekomplexe verzichtet und ein „Holzknechthüttendorf“ (robuste Tipi-Zelte) präsentiert, welches stimmig in die Naturlandschaft passt und der Region Ennstal zugutekommt.

Prototyp 4: „Buchenwaldbaden” (von Michael Blasl-Eichenauer – NP Innovationsteam)

Dieser Prototyp entsprang aus der Feder und dem Kreativpotentials eines Mitglieds des Innovationsteams. Die Überlegungen wurden dabei von folgender Aussage geleitet:

„Wie schaffen wir es, dem Menschen beizubringen, die Buchenwälder zu respektieren, zu schützen und zu erhalten“ – Eine Zielgruppe muss angesprochen werden, die bewusst die Buchenwälder als Zielort erkennt und zu schätzen weiß, oder zumindest eine Zielgruppe die durch unser Handeln erkennt, welcher Schatz sich im Nationalpark Kalkalpen verbirgt.“

Kleiner Steg, große Wirkung: Den Wald mit all seinen Facetten durch eine kurze Rast oder einem bewussten Besuch „aufnehmen“ zu können. Eine kleine Plattform bzw. Ein Steg von 150×200 bietet genug Platz um sich eine Jause zu gönnen, sich kurz zu setzen oder damit sich zwei erwachsene Personen nebeneinander hinlegen können um den Zauber des Blätterdaches zu bewundern. Es soll dabei keine reißerische Attraktion, sondern die bewusste Entschleunigung, geboten werden.

Waldliegen“ an den Wegen platziert, die nicht nur Wanderern als Rastplatz dienen, sondern von ruhesuchenden Menschen gezielt als Oase gewählt werden, um ein Buch zu lesen, abseits der Abgase und des Lärms der Stadt ein Nickerchen zu machen oder einfach nur um den Wald zu beobachten und mit allen Sinnen zu genießen.

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Projektstart
Mai 2018
Kontakt
Das Projektteam ist bereits vollzählig!

Vielen Dank für die zahlreiche Anmeldungen.
Die Teilnehmer wurden rechtzeitig vor dem Projektstart verständigt.





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